KI-Zwillinge von DDR-Zeitzeug:innen: Geht das?
Sollen wir KI in der historischen Bildung einsetzen? Können Begegnungen mit Zeitzeug:innen so zeit- und ortsunabhängig zugänglich gemacht werden? Und wenn Ja – wie macht man das und wer kann das?
KI-gesützte, digitale Zeitzeug:innen sind nichts Neues mehr. Dabei sind noch viele Fragen offen und viele Gedenkstätten, Zeitzeug:innen, Historiker:innen und Bildner:innen sind skeptisch: Sind die Daten sicher? Bleibt der Bot bei den Fakten? Wird die Authentizität der Zeitzeug:innen gewahrt? Und wer kann sich das leisten?
Wir wagen mit dem Projekt KI.DD das Experiment: wir testen, ob es gelingt, digitale Zeitzeug:innen so zu denken und zu programmieren, dass die Kontrolle über die Daten gewahrt bleibt, die Fakten gesichert sind, die Zeitzeug:innen gerne mitmachen, das ganze in einem übersichtlichen Budget bleibt und eine sinnvolle und angenehme Anwendung dabei auch noch möglich ist.
Durch Vibe-Coding programmieren wir den Chat-Bot; wir bauen Kontakt und ein Vertrauensverhältnis zu Zeitzeug:innen auf, interviewen sie, wählen mit ihnen sinnvolle Daten aus, trainieren ein Sprachmodell mit ihren Erinnerungen, stimmen das ganze auch mit Schüler:innen und Gedenkstätten ab und bewerten dann das Ergebnis.
Für Gedenkstätten, Institutionen und Bildungsstätten und ein weiteres interessiertes Fachpublikum halten wir unsere Erkenntnisse, Entscheidungen und Ergebnisse in einem Leitfaden fest. Der Chat-Bot und der Leitfaden werden in einem Abschlussevent vorgestellt, getestet und diskutiert.